Verheerende Zustände

Herren-1 weiterhin ohne Shootingshirts

Lange Zeit haben sie gewartet, nichts hat sich geändert. Auch in diesem Jahr muss die Herren-1 der Turnerschaft Jahn München ohne einheitliche Shootingshirts auflaufen. Bisher unveröffentlichtes Material deckt teilweise verheerende Zustände auf.

„Wir haben fest mit einer Lieferung eines mittelständischen Unternehmens aus der IT-Branche gerechnet", schimpft Justiziar Niklas Schroth, der in einem internen Empfehlungsschreiben „rechtliche Schritte“ einfordert. Denn passiert sei trotz etlicher Zusagen bis heute nichts, obwohl mittlerweile zwei Spieler dort arbeiten. Nun wendet sich der Ältestenrat in einem offenen Brief an den sportaffinen Bereichsleiter des Unternehmens.

 

 

Lieber Chef-Chef von Eisen,

seit Sommer 2018 arbeitet die IT-Fachkraft Christoph P. als Programmierer bei Ihnen. Dieser für Sie erfreuliche Umstand ist auf die Aktivitäten der Herrenmannschaft der TS Jahn München zurückzuführen.

Den Grundstein haben wir mit einem Fünf-gegen-Fünf im Februar 2018 gelegt, bei dem die Teams nach beruflicher Orientierung eingeteilt wurden. Die Mitglieder des Teams der Nerds bauten durch das gemeinsame Spiel emotionale Bindungen zueinander auf, was in der Branche eine Rarität ist und sich später als ausschlaggebendes Kriterium erweisen sollte. In diesem Team spielten unter anderen auch Eisen und Christoph P.

Nach einem Sieg gegen die Schöngeister und Pädagogen kam es dann in einer Trinkpause um etwa 21.45 Uhr zu ersten Abwerbeversuchen seitens Eisen, die anschließend in der Kabine intensiviert wurden. Der zunächst abweisend reagierende Christoph P. wurde in den folgenden Trainings von seinen Teamkollegen mit allen Mitteln der Kunst gedrängt, sich dem Angebot zu öffnen. Dazu gehörten neben unterstützenden Worten auch eigens getextete Kabinengesänge, die den Jobwechsel des Noch-Zweifelnden thematisierten und diesen letztlich weich kochten. Der weitere Verlauf ist Ihnen hinlänglich bekannt.

Es wird für Sie keine Neuigkeit sein, dass bei der Qualifikation des nun bei Ihnen Angestellten Vermittlungsgebühren im mittleren vierstelligen Bereich üblich sind. Auch wir möchten unsere Aufwände entsprechend gewürdigt sehen und fordern Sie deshalb zur Zahlung eines Satzes (24 Stück) Shooting Shirts auf.

Sollten Sie dieser Forderung binnen vier Wochen nicht nachkommen, drohen wir damit, zum Ende des Dienstagstrainings jeweils einen Liniensprint zu laufen. Damit wären beide o.g. Personen jeweils am Mittwochvormittag außer Gefecht gesetzt.

Hochachtungsvoll

Der Ältestenrat der TS Jahn München

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