Aufstieg verpasst, Abstieg vermieden

Sieben Vorrundensiege...

Mit einem 99:81-Erfolg gegen DJK München startet die NBBL ins neue Jahr und beendet damit eine kleine Durststrecke. Der letzte Sieg in einem Ligaspiel war am 23.11. in Viernheim gelungen. Die Vorrunde beendet man mit sieben Siegen aus zehn Spielen, was das beste Jahn-Ergebnis aller Zeiten darstellt.

... mehr gab's noch nie für Jahns NBBL

Für den lange erträumten zweiten Tabellenrang und somit das erstmaligen Erreichen der Aufstiegsrunde reichte es nicht. Jahn war hierfür auf Schützenhilfe aus Würzburg angewiesen, die aber mehr als ausblieb. Die Würzburger traten am Vortag ohne ihre beiden Topscorer und ohne ihren U18-Nationalcenter gegen München Ost an, das die Einladung dankend annahm und klar gewann.

Also kein möglicher Aufstieg für die Zwuckels, aber sicherlich auch kein Abstieg: In die zweite Saisonhälfte nimmt man 6:0 Siege mit, da man sich gegen die Konkurrenz von Heidelberg, Viernheim und DJK München schadlos hielt. Seit das aktuelle Ligasystem 2019 eingeführt wurde, haben sechs Siege zum Saisonende immer zum Klassenerhalt gereicht.

Würzburg verliert ohne Spitzenkräfte gegen Ost

Spiele Anfang Januar sind immer etwas rhombenförmig, die Gründe sind offensichtlich. Jahns U19 war immerhin fleißig, konnte zwischen den Feiertagen bei einem Turnier in Göttingen zumindest die Fress-Orgien der Weihnachtstage kompensieren. Schwerer auszugleichen war, dass dieses Spiel in den Weihnachtsferien lag. Am Ende mussten die Pasinger auf den besten Dreierschützen der Liga, Benedikt Juratha, verzichten. Bei Jahn fehlten gleich vier Stammkräfte.

Beide Mannschaften begannen das Spiel mit offenem Visier, sprich: ohne nennenswerte defensive Präsenz. Zahlreiche Abschlüsse am Brett prägten das Geschehen, was sich auch in mannschaftsübergreifenden 22 Freiwurfversuchen im ersten Viertel niederschlug. Mit einer 27:24-Führung ging es in die Viertelpause. Im zweiten Viertel änderte sich das Geschehen. Die Schiedsrichter ließen nun mehr Kontakte laufen, was den Gästen aus Pasing zugute kam. Jahn hingegen geriet ins Straucheln und Lamentieren, verlor den Ball und den Faden, kam auf magere zehn Zähler im zweiten Spielabschnitt. Punktuelle defensive Verbesserungen hielten das Drama in Grenzen, ebenso Jahns unermüdliche Arbeit am offensiven Brett, die am Ende zu 33 (!) Offensivrebounds der Gastgeber führte. Mit 37:46 ging man frustriert in die Halbzeitpause.

37:46 - frustriert in die Pause

Direkt nach dem Seitenwechsel gelang den neu eingestellten Zwuckels ein kleiner Lauf. Das zarte Pflänzchen der Kommunikation in der Hintermannschaft hatte sich zu einem soliden Blümchen entwickelt. Jahn eroberte Bälle, lief nach vorne und holte sich so lange Offensivrebounds, bis der Ball schließlich im Netz landete. Auch die Dreier fielen jetzt, sieben Stück waren es in der zweiten Halbzeit. Nach nicht einmal drei Minuten hatte sich der Neun-Punkte-Rückstand in eine Führung verwandelt. Damit nicht genug, die Mannen von Trainer Timo Heinrichs spielten konsequent weiter, bis das Spiel beim Stand von 83:65 Mitte des vierten Viertels quasi entschieden war.

Die Kinder von der Zwuck ließen defensiv wieder etwas locker und kassierten schließlich zum vierten Mal hintereinander mindestens 80 Punkte, au weia. Weil die Distanzwürfe weiter fielen, hatte das aber keinen Einfluss mehr auf das Endergebnis. Insbesondere Keanu Machutt zeigte, warum sich die zahlreichen Würfe im vorabendlichen Training gelohnt hatten. Der passionierte Minigolf-Spieler traf jeden seiner vier Versuche von außen und war einer von gleich sechs Jahnlern, die zweistellig punkten konnten.

Playoffs verpasst - Abstieg vermieden

Die Gegner der abschließenden acht Saisonspiele (jeweils Hin- und Rückspiel) kommen aus Chemnitz, Erfurt, Dresden und Halle. Der Spielplan ist noch in der Entstehungsphase, planmäßig starten dürften (Konjunktiv!) die Jahnler mit einem Heimspiel gegen den Mitteldeutschen BC am 18.01..

Ausgangslage Abstiegsrunde NBBL Süd

Fotos: Jacqueline Peuser (c)