NBBL siegt zäh gegen Orange im Jahn-Dome

Wenn’s leicht wär, wär’s Fußball!

Am Ende fühlte sich der Sieg irgendwie klebrig an, so wie „gerade nochmal davon gekommen“, da war nichts Lockeres, nichts Strahlendes – fassen wir zusammen:

Viertel Nummer Eins. Beide Teams konzentrieren sich auf die Offensive, lassen prächtige Löcher am eigenen Brett, Jahn führt gegen die jungen Ulmer „Orangen“ 21:19, es hätte aber auch andersrum sein können.

Viertel Nummer Zwei. Vorsprung weg, Konzept auch, erst ganz am Ende platzt der Knoten ein wenig, nun steht’s geradezu komfortabel 47:32. Entspannte Stimmung in der Pause, Tenor „jetzt eine Schippe drauf legen in der Defense, dann haben wir das!“.

Viertel Nummer Drei. Weder die Refs noch die Gäste finden diesen Plan gut. Fünf Teamfouls innerhalb von fünf Angriffen fangen sich die Jahnlinge sofort nach der Halbzeit ein, gleichzeitig nimmt die Zahl kopfloser Einzelaktionen vorne überhand. Ruhe weg, Vorsprung weg, Lockerheit weg, immerhin bleibt ein minimales 59:56.

Viertel Nummer Vier. Hier paar Dunks (Mateo, Vince), da paar Dreier (Vince und Juli, Alan und Jan je 2 und Kyle sogar 5) und eine veritable Freiwurfserie von Vince (in Summe 7/7!), der Vorsprung kehrt zurück. Dann aber immer wieder viel zu schläfrige Rotation in der Deckung, weidlich ausgenutzt von Ulms Distanzschützen, plötzlich erneuter Rückstand… Und dann geht das sprichwörtliche Zünglein an der Waage doch noch ganz zaghaft auf die Münchner Seite, zwei Ulmer Angriffe bleiben erfolglos (und der letzte Auszeit-Call von Orange-Coach Chris Ensminger 15 Sekunden vor Schluss bleibt ungehört) und die Partie endet mit 81:75 doch noch glücklich für die Burschen von Coach Armin Sperber.

„A win is a win“ sagt der große Kollege Andrea Trinchieri an der Stelle regelmäßig.

Aber ins Spiel der Jahn-Junioren muss schleunigst wieder mehr Abgeklärtheit und Souveränität, sonst gibt es in Kürze, bei den älteren und ungeschlagenen Ulmern von ratiopharm, nichts zu ernten: Doppelpack 7. Nov. auswärts und 28. Nov. daheim!

Fotos: Greg Varner (c)

Münchens Erfolgreichste: Vince Pados (20p, 19eff), Kyle Varner (18p, 15eff), Jan Pürschel (13p, 4a), Alan de Vries (12p, 18eff), Benjamin Sadikovic (8r)

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