Duell um die Pole Position

Der Abend-Krimi der ARD am Sonntag wurde ungewollt auf 15:00 Uhr in die Weltenburger Straße verlegt. Ausgangslage war klar... wer das Spiel gewinnt, wird alleine die Tabellenspitze erklimmen und sich eine gute Ausgangslage um den Titel in der RLSO Süd verschaffen.

Den besseren Start hatten ganz klar die Gäste aus Würzburg, die ohne ihre Top-Schützin Jessica Schiffer angereist waren. Nach 8 Minuten stand es 12-0 aus Sicht der Würzburgerinnen. Erst 2 Minuten vor Ende des ersten Viertels brach dann endlich Kapitänin Elena Herold den Bann und erzielte die ersten Punkte für die Heim-Mannschaft. Das Händchen zitterte leider ein wenig auf Seiten der jungen Jahn Truppe (Altersdurchschnitt 18 Jahre) und man musste sich jeden Punkt hart erkämpfen (Erstes Viertel 8:17). Jedoch kam man immer besser ins Spiel, konnte das zweite Viertel knapp mit zwei Punkten gewinnen und mit einem 19:26 in die Halbzeitpause gehen. Das Team steigerte sich im Angriff und erzielte Viertel für Viertel mehr Punkte gegen die 2-3 Zone der Würzburgerinnen. Der dritte Spielabschnitt ging jedoch wieder verloren und mit einem Stand von 33:44 ging es in das vierte Viertel.  

Dies waren die 10 Minuten der TS Girls. Allen voran Talena Fackler (an dem Tag 16 Jahre jung geworden) , die mit 7 starken Punkten zu Beginn des letzten Viertels maßgeblich die Aufholjagd einleitete. Punkt für Punkt kämpfte man sich heran und verteidigte hervorragend (Würzburg machte nur 6 Punkte im vierten Viertel). Nach der Verletzung von Danelle Arigbabu 2 min vor Ende der regulären Spielzeit stand die Mannschaft aus Würzburg nun völlig neben sich (gute Besserung an dieser Stelle an Danelle). Beim Stand von 48:49 (aus Sicht der Heimmannschaft) stoppten die Jahnlerinnen die Zeit und brachten die Würzburgerin Agota Gocsman 7 Sekunden vor Ende an die Linie. Der erste Freiwurf verfehlte das Ziel, der zweite nicht. Auszeit TS Jahn. Das Trainergespann Jojo Häckel, Sabrina Uhlig und Marco Moroder grübelten und grübelten… nahmen sogar die zweite Auszeit hinterher, bis sie sich auf ein Play einigten. Nun kam die Zeit von WNBL Kapitänin Nina Wagner. Nina rausgepickt, Re-Pick von Talena…Nina zieht zum Korb, Nina spint, Nina floatet, swish, dööööööööt! AUS! AUS! Jahn gleicht aus zum 50:50 in aller letzter Sekunde! Die Heimmannschaft feierten, als hätten sie das Spiel schon gewonnen, aber leider standen noch 5 harte Min in der OT auf dem Programm.

Das Team stimmte sich ein. Man hatte das Momentum auf seiner Seite und wollte vor allem zeigen, dass das Team mit ihrer engagierteren Mann-Verteidigung verdient hat, das Spiel für sich zu entscheiden. Den besseren Start erwischten die Gäste und gingen zunächst in Führung. Eine Minute vor Schluss waren es beim Stand von 54:58 sogar minus vier Punkte aus Sicht der Heimmannschaft. Dann schlug die Stunde von Toni Bieringer! Sie hatte sich so viel vorgenommen für das Spiel, aber die Würfe wollten über die reguläre Spielzeit einfach nicht fallen, aber DIESER schon! Nachdem sie ein paar Sekunden davor schon zum Ausgleich per Lay-up verwandelte, traf sie im darauffolgenden Angriff von ganz weit. Ganz unten von der Baseline sprintete sie hoch, bekam den Ball an der Birne und PUMM - THREEEEE Pointer Toni Bieringer und die 61:58 Führung wenige Sekunden vor Schluss. Diese gab die TS Jahn nicht mehr her und holte sich die Verlängerung mit 12:8 Punkten und so den Sieg im Top Spiel (Endstand 61:58).

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