Von 600 Minuten, 16 Spielerinnen und 12,5 Minuten pro Spiel

Kommendes Wochenende zieht die Jahn-Karawane nach Chemnitz

Zunächst endlich mal wieder eine Binsenwahrheit: Ein Spiel hat 40 Minuten (ohne Verlängerung), das macht bei fünf Akteurinnen 200 Minuten, ergibt 600 Einsatzminuten bei einem Viererturnier. Wenn man wie Gastgeber Jahn in der Lage ist, 16 spielfähige Mädels aufzubieten, dann macht das 12,5 Minuten im Schnitt pro Nase und Spiel.

Vielleicht erklärt das, warum sich am letzten Sonntag der Jubel über die soeben errungene Meisterschaft bei den Gastgeberinnen in Grenzen hielt? Zu wenig persönliche Einsatzzeit für jede einzelne als Belohnung für die bis dato 106 Trainingseinheiten und ca. 30 Spiele in U16-Bayernliga und U18-Bezirksoberliga? Möglich auch, dass der Spannungsbogen futsch war, weil die arg dezimierten Lokalrivalinnen aus Rosenheim wegen der gleichzeitigen U14-Meisterschaften (Rosenheim wurde dort Zweiter, Jahn Dritter, Nördlingen der Champion) bereits am Samstag zweimal verloren hatten und das vermeintliche Endspiel am Sonntag deswegen bedeutungslos war: Jahn war bereits Bayerischer Meister – wie übrigens schon im Vorjahr.

Mit konzentrierter Leistung war Jahn gegen Bamberg am Vormittag ins Turnier gestartet, zog nach knappem erstem Viertel zur Halbzeit schon davon und siegte locker mit 83:47. Paula Graichen und Talena Fackler mit je 12 Punkten, Paulina Geyrhalter (11), sowie Olivia Borsutzki und Fiona Rosborough (je 10) führten die sehr ausgeglichene Schützenliste an.

Nach nur einer Stunde Pause musste Würzburg am Nachmittag gleich wieder ran, das Match gegen Rosenheim war noch überhaupt nicht verdaut, Gegner war obendrein München. Flink und kompromisslos führte Jahn 20:5 im ersten Durchgang, die Kräfte der Unterfranken schwanden schnell – keinen wundert’s – und mit 90:52 ging die Partie völlig über Wert an die Jahn-Mädels um Paula Graichen (19 Punkte), Fiona Rosborough und Talena Fackler (beide 17) und Olivia Borsutzki (12).

Das war zumindest das Ticket für die nächste Runde, die Regionalliga-Meisterschaft!

Am Abend siegte jedoch Bamberg nach Verlängerung gegen Rosenheim und damit war der Meistertitel quasi kampflos an Jahn gegangen, der Spielausgang Sonntag mittags war bedeutungslos geworden. Das Augenmerk lag also in der Frühe auf der Partie Bamberg gegen Würzburg, denn der Sieger würde München zur Südostdeutschen (13./14. April in Chemnitz) begleiten. Hier konnte sich Würzburg wieder in normaler Stärke präsentieren und ganz am Ende mit 65:60 die Entscheidung für sich erzwingen.

Rosenheim war dann, trotz Enttäuschung und kleiner Rotation, der gewohnt quirlige Gegner, der volle Aufmerksamkeit braucht, weil man sonst zu viele Überraschungen erlebt (vor sechs Wochen waren die Jahnlinge im Bayernliga-Spiel böse unter die Räder geraten und hatten den Tiefpunkt der Saison wegstecken müssen!). Diesmal aber profitierte Jahn von der mit vielen Talenten gefütterten Bank, siegte locker mit 80:41 (Talena Fackler und Fiona Rosborough 14, Olivia Norga 10) und brachte das Turnier souverän und damit die Meister-Shirts 2019 nach Hause.

Kommendes Wochenende zieht die Karawane nach Chemnitz, das wird der Spielplan sein:

Samstag              11.00h  Chemnitz – Jena

                                13.15h  Jahn – Würzburg

                               16.15h  Chemnitz – Würzburg

                               18.30h  Jahn – Jena

Sonntag               10.00h  Würzburg – Jena

                               12.15h  Chemnitz – Jahn

Die beiden Ersten dieses Turniers dürfen am 4./5. Mai beim Südwestdeutschen Meister um den Einzug ins Deutsche U16-Top4 spielen, das am 18./19. Mai beim Norddeutschen Meister stattfindet (Titelverteidiger ist – wir erinnern uns alle gerne! – Jahn München).

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