Glück > Verstand

15:26 – 15:17 – 21:15 – 23:14, Auswärtssieg

WNBL macht es in Würzburg spannend: hält erst brav mit, gräbt sich dann metertief ein, um schließlich doch noch zurückzukommen:

74:72 für Jahn auf den letzten Drücker

Ex-BBV-Landestrainer Imre Szittya brachte es auf den Punkt, als er Jahn-Coach Armin Sperber hinterher gratulierte: „Erst ist den einen alles gelungen, dann den anderen, typischer Jugend-Basketball!“

Nicht weniger als 23 Punkte Differenz lagen zwischen den locker aufspielenden Würzburgerinnen und den komplett verunsicherten Gästen aus der Landeshauptstadt, dabei hatte man im Vorfeld ein bayerisches Gipfeltreffen der beiden seit Jahren führenden Mädchen-Basketball-Abteilungen erwartet. 43:20 stand es drei Minuten vor der Pause, die Münchnerinnen hatten sich bis zum Hals in Probleme eingegraben, auf beiden Enden des Spielfelds.

Ein paar Ballverluste Würzburgs vor der Pause, eine kurzfristige Ergebniskorrektur von Matilda Blanarik & Co – kein Grund zur Unruhe bei den Einheimischen, 43:30 zur Halbzeit. In der Gästekabine keimte jedoch die Hoffnung auf – immerhin ein plötzlicher 10:0-Run! Die Köpfe gingen merklich nach oben, „jetzt halbieren wir den Rückstand und am Ende holen wir uns das Ding!“ so der Appell von Co-Trainer Erik Wester.

10:0 Run Münchens kurz vor dem Seitenwechsel

Gesagt, getan: leichte Vorteile nun für München, die Fränkinnen mussten Dreier von Maylin Veney (12 Punkte, zwei Dreier, drei Assists) und Matilda Blanarik (25 Punkte, zwei Dreier, sieben Rebounds, Effektivität 24) hinnehmen, gerieten sichtlich ins Grübeln, nur noch 58:51 für das Heimteam.

Nach der Pause drei weitere Distanztreffer durch Fanny Kirchhoff (21 Punkte, drei Dreier, Effektivität 18, sie fiel leider später verletzt aus und wird nun mehrere Wochen fehlen), nun übernahm Jahn erstmals seit Minute drei wieder die Führung und wollte sie auch nicht mehr hergeben: 67:60/67:72/72:72/72:74 – aus…

Daran änderte auch eine grob irreführende Teamfoul-Anzeige nichts mehr, denn weder die beiden daraus resultierenden Freiwürfe („sorry, München, wir haben uns halt getäuscht, gibt doch zwei Schuss…“), noch die drei Offensivrebounds in den letzten paar Sekunden (ups!) Würzburgs sollten ins Ziel führen. Jahn hatte mit Glück und Geschick den so wichtigen Auswärtserfolg stibitzt, setzte sich damit mit einer Bilanz von 3-0 an die Tabellenspitze.

3-0, Tabellenspitze!

Durchatmen…

Erstmal eine Woche Spielpause, paar Tage Trainingslager und dann in die zweite Hälfte der WNBL-Vorrunde. Drei Teams von sieben dürfen oben weitermachen, die restlichen vier spielen vornehmlich um den Abstieg.