Am Sonntag startet die WNBL-Saison 26-27, die einige Neuerungen bringt, z.B. mit 28 Teams vier mehr als bisher. Und zunächst mit einer einfachen Orientierungsrunde (sechs Spiele, keine Rückspiele), anschließend einer Haupt- und einer Relegationsrunde und zuguterletzt bundesweite Best-of-Three Playoffs.
Die Münchnerinnen präsentieren mit Armin Sperber einen neuen (alten) Coach, der über viel Erfahrung verfügt (u.a. drei Top4-Teilnahmen in der WNBL inkl. Meistertitel) und mit Erik Wester einen Co, der frisch ist beim Jahn und in der Liga, aber die Gunst der Jugend mitbringt.
Am besten zitieren wir den DBB mit seiner fundierten Vorausschau auf die WNBL Gruppe D:
Porsche BBA Ludwigsburg x RegioTeam Stuttgart: Eines der spannendsten Projekte in der kommenden Saison ist die Zusammenführung der BBA Ludwigsburg und dem RegioTeam Stuttgart. Beide Mannschaften stiegen in der letzten Saison ab, nachdem viele Spielerinnen Richtung MTV Stuttgart abgewandert waren. In der Quali legte man den Grundstein für den Neuanfang und qualifizierte sich mit drei Siegen und Platz zwei. Jetzt gilt es also die Kräfte zu bündeln. Auf Stuttgarter Seite stachen besonders Rika Windgasse und Alicia Kugler positiv hervor. Dazu kommen Eléa Anthoine und U16-Nationalspielerin Jamie Zentgraf. Wir schätzen BBA x RegioTeam als Hauptrunden-Team ein.
MTV München: Nach erfolgreichen Jahren, musste der MTV München dem großen Aderlass letzte Saison Tribut zollen. Azra Dzinic und Vlada Kolesnyk scheiden nun ebenfalls altersbedingt aus. Lina Kirchner verlässt das Team Richtung Rosenheim, Elena Pecha zog es nach Spanien. Somit wird noch mehr Verantwortung auf den Schultern von Isabelle Reis liegen. München stahl sich in der Vorsaison mit zwei Siegen in die Playoffs. In dieser Spielzeit sehen wir den MTV zunächst in der Relegationsrunde.
TS Jahn München: Mit neuem Trainergespann und ohne das Guard-Duo Emma Steinbicker und Anna Matic geht es für den TOP4-Teilnehmer aus 2026 in die neue Saison. Trotz der Abgänge handeln wir und auch viele andere Vereine die TS Jahn hoch. Mit Matilda Blanarik und Silvia Heide stehen zwei U-Nationalspielerinnen bereit. Dazu kommen Fanny Kirchhoff und Eva Wimmer. Jahn hat das Gerüst für die Hauptrunde, ist aber kein Top-Favorit in dieser Saison.
Post SV Nürnberg: Die Verluste von Rosina Ortelli und Noemi Schoenauer sind nur die Spitze des Eisbergs. Für Nürnberg könnte sich das TOP4-Fenster nach dem knappen Achtelfinalaus geschlossen haben. In der Vorbereitung schlug man allerdings die Basket-Girls, unterlag dafür aber dem Team aus Ludwigsburg. Das stark verjüngte Roster ist mit Sicherheit kein automatisches Playoff-Team, jedoch wollen wir Nürnberg trotz der vielen Abgängen nicht gänzlich abschreiben.
MTV Stuttgart: Stuttgart spielte eine starke Premierensaison, qualifizierte sich mühelos für die Playoffs und war 10 Sekunden entfernt vom Einzug ins TOP4. Nun gilt es die Lücken aus Diana Ivancic, Mia Mandic und Katara Lischka zu füllen. Bereits in der Vorsaison zeigten die damaligen Rookies Selin Bandirma, Soraya Zouaoui und Feryel Grosko gute Ansätze. Weitere Erfahrung konnte man mit der ehemaligen Ulmerin Klara Rupcic dazugewinnen. Der MTV zählt zu den Schwergewichten seiner Gruppe und wird im Kampf um die Hauptrunde mehr als ein Wörtchen mitreden.
Sportbund DJK Rosenheim: Mit beeindruckenden vier Siegen marschierte die DJK durch seine Qualigruppe und feiert nun sein WNBL-Debüt. Mit Mirjam Wilts (TS Jahn München) und Lina Kirchner (MTV München) konnte man den Kader prominent verstärken. Allegra Weymar, die in der Quali überragte ist neben Klara März eine weitere Schlüsselspielerin. Rosenheim fokussiert sich nach eigenen Aussagen auf den Klassenerhalt. Wir trauen dem Team durchaus mehr zu und haben die DJK als mögliches Überraschungsteam auf dem Zettel.
TG Main Sharks Würzburg: Mia Wiegand, Moescha Bakam, Neire Mihailescu, Leni Schönhals und Layla Mayer stehen den Main Sharks nicht mehr zu Verfügung. Zudem feierte auch Headcoach Michael Wiegand seinen Abschied. Ein großer Umbruch. Der Würzburger Unterbau bewies sich allerdings in den vergangenen Jahren und somit liefern Spielerinnen wie Laura Jordan und Alisa Milow eine leistungsstarke Grundlage. Auch der Verbleib von der tschechischen U-Nationalspielerin Tereza Sykorova wird helfen. Zudem ergänzte man das Team mit U16-Nationalspielerin Luana Coaja. Würzburg ist nicht mehr das Schwergewicht der letzten Jahre, kann aber trotzdem um die Hauptrunde mitspielen.
Und auch das Liga-System finden wir beim DBB sehr gut erklärt:
Es geht wieder los! Die 17. Saison der WNBL steht unmittelbar bevor. Mit insgesamt 28 Teams und einem neuen Ligasystem verspricht die WNBL noch mehr Spiele und noch mehr Spannung. Mit vier Gruppen à sieben Teams geht es in der ersten Saisonphase in die Vorrunde. Nach sechs Spieltagen, bei den jedes Team drei Heim- und Auswärtsspiele absolviert, qualifizieren sich die besten Drei für die Hauptrunde. Damit einher geht der Klassenerhalt und die Teilnahme an den Playoffs. Die restlichen 16 Mannschaften müssen in die Relegation. Davon wiederum retten sich die jeweils zwei Bestplatzierten der zwei 8er Gruppen direkt und springen noch auf den Playoffzug auf. Demnach geht es für 12 Mannschaften in einem Best-of-3-Modus in den Playdowns um die letzte Chance auf den Klassenerhalt. In die Playoffs schaffen es alle 12 Mannschaften der Hauptrunde plus vier Teams aus der Relegation. Auch dort wird im Best-of-3-Modus gespielt.