WNBL setzt zwei Ausrufezeichen

80:63 zu Hause gegen das RegioTeam Stuttgart

Mit einem Sieg könne sich die Turnerschaft mit einem Ausrufezeichen im Playoff-Kampf „anmelden“, hatte der Chronist des Deutschen Basketball Bunds noch vor einigen Tagen überlegt, aber Stuttgart zum Favoriten erklärt. Tja. Wie das immer so ist mit den Prognosen...

Doch vielleicht lohnt es sich, ein wenig auszuholen. Schließlich gab es noch nicht allzu viel zu lesen von der WNBL 21/22.

Die vergangene Saison hatte genau ein Spiel ergeben, dann lock-down, monatelanges Athletik- Turnen vor dem häuslichen Bildschirm, während in anderen Bundesländern (nun, wir kennen diese Jammer-Formulierung zur Genüge). Einige Spielerinnen hatten während des befreiten Sommers die Vorzüge des freien Lebens kennen- und schätzen gelernt. Konnte da die Vorstellung, in den Modus „3bis 4 xHalle plus 1 bis 2 Spiele am Wochenende wahlweise in Freiburg, Speyer, Saarlouis oder Heidelberg“ zurückzukehren ausreichend begeistern?

Es war hart. Und noch härter durch eine massive Krankheitswelle im Oktober, als alle sich daran erinnerten, dass es auch noch andere Viren als Covid gibt. Und noch härter, als Neuzugang U16-Natio-Shooting Guard Melina Aigner aus Rosenheim (liebevolle Begrüßung durch Emma:“Hätte ja nie gedacht, Dich mal im Jahn-Trikot zu sehen!“ - Anm.d.Red.: Viele erinnern sich noch an die freundschaftlich-erbitterten Duelle Jahn-Rosenheim seit der U10) im ersten Spiel mit Bänderriss ausschied (+24 in Saarlouis).

Es folgte eine etwas ernüchternde 17-Punkte-Niederlage in Heidelberg (Auszug aus dem Eltern- Ticker: Die Mädels haben super gekämpft!) und eine „Wir vergessen das dritte Viertel lieber“- 18 Punkte-Niederlage gegen Speyer.

Nun also Stuttgart, ein Team, das gegen Final Four-Kandidat Speyer nur mit 4 Punkten verloren und sich durch einen 30-Punkte-Sieg in Freiburg empfohlen hatte, offenbar der Favorit...

Was für eine erste Halbzeit! Was für ein Team-Spirit! Was für eine Verwandlung! Waren die Bretter in den vorherigen Begegnungen zum Teil wie vernagelt, die Defense löchrig, das Auge für die Mitspielerin noch etwas vernebelt gewesen, stellten die Mädels von Coach Marco von der ersten Sekunde an klar, was sie sich vorgenommen hatten: Heute ist Verlieren keine Option! Endlich fielen die Dreier (Pauli 5/7!, Emma 2, Janina 1), endlich funktionierte der Rebound (Sophia 17! von 52 – Stuttgart 27), endlich funktionierten die Anspiele (17 Team-Assists). 53:31 zur Halbzeit, 72:44 nach dem 3.Viertel. Dann war die Luft etwas raus, aber egal.

Das Ausrufezeichen ist gesetzt. Ob es etwas nützt, wird sich wohl im Laufe der Woche entscheiden. Wieder ist das beherrschende Thema Covid. 1000er-Inzidenz im Verlauf der Woche in München? Sportstätten wieder geschlossen? Saison ausgesetzt bis irgendwann?

Laut Spielplan käme am kommenden Sonntag Freiburg zu Gast. 28.11.21, 12:30, Jahn-Halle. Die Hoffnung stirbt zuletzt...

Heute spielten Lina Voigt (2Punkte/1Rebound), Sophia Ömer (6/17/1Block), Jule Wendt (12/7/3 Assists), Emma Hessenauer (12/5/3As/1Block), Pia Bindler (2 Rebounds), Alex Nitsch (5/4/3/1/1), Paulina Geyrhalter (25/4/3/2), Jana Schlüter (2/2), Senta Huber (7/4/1As/1B), Janina Couet (9/6/1As).

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